Darmstadt, 27.07.2018

Affiliate Marketing mit Nischenseiten

Affiliate Marketing beschreibt das Bewerben von Produkten Drittanbieter auf der eigenen Webseite. Für Klicks auf die Werbung mit anschließenden Käufen erhält der Seitenbetreiber (engl. Affiliate oder Publisher) eine Provision vom werbetreibenden Händler (engl. Merchant /Advertiser). Es bestehen verschiedene Partnerprogramme. Die beliebtesten sind u.a. Amazonpartner und Affilinet.

Ziel ist es eine hochwertige Internetpräsenz zu erschaffen, die den Nutzen oder Mehrwert des jeweiligen Produkts ausführlich beschreibt. Besucher, die über den Inhalt der Webseite vom beworbenen Produkt überzeugt wurden, gelangen über einen Link – in Form eines Buttons – auf den Shop des Händlers. Der Kunde könnte im Folgenden nun ein völlig anderes Produkt kaufen, als das auf der Webseite beworbene. Auch hierfür bekäme der Seitenbetreiber – über dessen Link der Kunde auf den Shop des Händlers gekommen ist – seine Provision. Entscheidend ist letztendlich nicht das gekaufte Produkt, sondern der Zugangskanal.

Wie werde ich Affiliate?

Um Affiliate tätig zu sein, muss eine Internetseite erstellt werden, die sich auf eine bestimmte Nische spezialisiert. Im Folgenden müssen auf der eigenen Internetseite bestimmte Produkte beworben und mit entsprechenden Links, die zu den Werbetreibenden führen, versehen werden. Die Links bekommst Du dabei beim jeweiligen Anbieter über dessen Partnerprogrammseite. Für jeden Leser Deiner Internetseite oder Deines Blogs, der über Deinen Link zum Händler kommt und bei ihm etwas kauft, bekommst Du eine Provision. Diese fällt abhängig vom Afilliatepartner unterschiedlich hoch aus. Du könntest beispiesweise auf Deiner Internetseite unterschiediedliche Internetprovider vergleichen und zu ihnen verlinken. Wenn nun einer Deiner Seitenbesucher auf einen Deiner Links klickt, zu dem jweiligen Internetprovider gelangt und bei diesem einen Internetvertrag abschließt, erhälst Du z.B. 50€ auf Dein Konto gutgeschrieben. Das war lediglich ein Beispiel zur Verdeutlichung des Konzepts. Du kannst tatsächlich fast jedes Produkt bewerben von Amazonprodukten als Amazonaffiliate bis hin zu Banken oder Elektronikhersteller. Fast jeder größere Hersteller bietet ein Affiliateprogramm an.

Das Erstellen einer Webseite ist dabei der angenehmere Teil des Vorhabens. Die Seite muss hinsichtlich des Rankings in Google optimiert werden. Google entscheidet mittels bestimmter Kriterien über die Relevanz einer Internetseite für den Suchenden. Die relevantesten Internetseiten werden auf der ersten Seite in Google angezeigt. Das sind in der Regel die Seiten, die mit hoher Wahrscheinlichkeit angeklickt werden. Eine Internetseite, die über keinen Traffic (Besucherstrom) verfügt, wird auch keinen Gewinn über Affiliatelinks generieren.

Doch wie bekomme ich Besucher auf meine Internetseite?  

Hierfür gibt es 3 Möglichkeiten:

1) Content Marketing

Suchmaschinen Optimierung
Content Marketing bedeutet die Optimierung der Inhalte einer Webseite für Suchmaschinen wie Google. Inhalte sind dann Suchmaschinen-optimiert,  wenn bestimmte Schlagwörter (sogenannte Keywords) an folgenden Stellen der Webseite auftauchen: URL, Überschriften, Texte, Meta, META-Description, Bild-Name, ALT- & TITLE-Attribut bei Bildern. Keywords sind Suchbegriffe, die in Suchmaschinen wie z.B Google von Nutzern eingegeben werden.
 
Beispiel: Hans ist an einem Schuhkauf interessiert. Er gibt “Schuhe kaufen” in Google ein. Jetzt werden ihm Internetseiten angezeigt, die diesen Suchbegriff an oben genannten Stellen richtig platziert haben. So wird die eigene Seite über die Google Suche gefunden.  Im Idealfall ist die eigene Internetseite für bestimmte Suchbegriffe von Nutzern auf Seite 1 der Ergebnisse.

2) Advertising

Die Besucheranzahl lässt sich auch durch gezielte Werbung erhöhen. Die am häufigsten von Online-Marketern verwendeten Plattformen für Werbungsanzeigen sind Facebook- und Google Ads (engl. ad kurz für advertisement = Anzeige). Doch lohnt es sich überhaupt Werbeanzeigen zu schalten? Das ist individuell von der Provision abhängig, die pro verkauftem Produkt gutgeschrieben wird, vom Preis pro Klick (PPC eng. Pay per Click) bzw. dem Preis der Werbung und der Konversionsrate.

Der Werbetreibende bezahlt hierbei für jeden Klick auf seine Werbung eine Gebühr an den jeweiligen Werbeanbieter. Die Klickpreis hängt dabei von der jeweiligen Nische und der Konkurrenz ab. Als Faustregel gilt: Hohe Konkurrenz -> Hoher Klickpreis.  Beispiel: Klickpreis beträgt in Nische XY 1 Euro. Das verkaufe Produkt erbringt eine Provision von 100 Euro. Demnach würde eine Werbeanzeige schon sehr rentabel sein, wenn nur jeder zehnte Besucher bzw. jeder 10te Klick (Conversionsrate 10 %) in einem Kauf endet.

 
3) Teilen auf Facebook
facebook marketing

Seiteninhalte in themabezogenen Gruppen auf Facebook zu teilen ist eine sehr einfache und kostenlose Variante, um Besucher auf seine Seite zu leiten.  Es gibt auf Facebook zu jeder Nische zahlreiche Gruppen mit zahlreichen Mitgliedern. Wenn Du auf Deiner Webseite beispielsweise Beautyprodukte bewirbst, dann trittst Du Beautygruppen bei und teilst dort Deine Werbung.

Wichtig ist dabei, dass die Gruppen nicht vollgespammt werden, da dies den Verbleib in der Gruppe gefährdet. Es sollte darauf geachtet werden, dass Werbung in den Gruppen nicht untersagt ist. Bevorzugt werden Inhalte, die dem Besucher einen Mehrwert bieten. Mehrwerte sind z.B informative Artikel sowie Tipps und Tricks. Das alleinige Teilen von Partnerlinks bietet keinen Mehrwert und ist auch nicht gerne gesehen, sowohl von Nutzern als auch von den Partnerprogrammen selbst.
 
Ein wesentlicher Vorteil vom Affiliate Marketing ist, dass Du als reiner Marketer selbst nichts verkaufen musst und daher keinen Kundensupport oder Rückagabenabwicklung etc. betreiben musst. Du stellst lediglich Informationen zum Produkt bereit und verweist  mit einem Link auf den Store des Produktanbieters. Die Webseite kann kostenlos über WordPress erstellt werden. Schließlich wird ein Hostinganbieter für den Betrieb der Webseite benötigt.
 
Die Alternative zur Erstellung einer eigenen Internetseite oder eines Blogs, wäre die Erstellung einer eigenen Facebookgruppe oder eines Youtube-Kanals, über die Du Deine Affiiateprodukte vermarkten kannst, sodass jeder Interessent über einen Link unter Deinem Video zum Hersteller kommt.

Nun hast Du einen groben Überblick darüber, was Affiliatemarketing bedeutet. Der Aufbau einer eigene Internetseite ist an sich nicht schwer und mit Tools wie WordPress oder Klickfunnel leicht einzusrichten. Die Herausforderung liegt in der neuen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), die am 25. Mai dieses Jahres in Kraft getreten ist. Mit ihr sind neue Regelungen in Kraft getreten, die eingehalten werden müssen. Daher haben wir für Affiliates und Blogger eine Schritt-für-Schritt Anleitung zur Erstellung einer DSGVO-konformen Webseite erstellt. Bei Interesse kannst Du gerne hier klicken, um zum E-Book zu gelangen. Wenn Du mehr über das Thema Affiliate Marketing erfahren möchtest, hinterlasse uns eine Nachricht, sodass wir bei Bedarf weitere Informationen rund um das Thema erstellen können. Solltest Du noch nicht unseren Newsletter abonniert haben, dann solltest Du das tun, um weitere wertvolle Informationen rund um die digitale Selbstständigkeit zu erhalten.

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